Dienstag, 17. Juli 2012

Bach-Konzert am 29. Juli 2012, 19.00 Uhr (Trailer)

Nachdem Johann Sebastian Bachs Werke in den letzten Jahren bei uns kaum zu Wort kamen, bereite ich derzeit ein reines Bach-Konzert vor. Jetzt, da die Orgel seit der Sanierung wieder Bach-fähig ist, gibt es da nämlich Nachholbedarf.

So sieht das Plakat aus (wir haben übrigens seit Mai auf unseren Plakaten die QR-Codes eingeführt, siehe rechts unten).

Wie schon zu sehen, spiele ich nicht nur Bachs Orgelwerke, sondern auch Transkriptionen Bach´scher Werke für Orgel von Liszt, Reger, Straube, Dupré u.a.

Herzliche Einladung (Eintritt ist - wie immer bei uns - frei)!

Es gibt auch wieder einen Trailer:


Montag, 16. Juli 2012

Erfahrungsbericht mit der sanierten Orgel


Endlich komme ich wieder einmal zum Posten... 

Heute möchte ich über die Erfahrungen mit unserer sanierten und erweiterten Orgel berichten: 

Wie nicht anders zu erwarten, klingt sie auch im Sommer hervorragend :) . Ich habe viele neue und tolle Klangkombinationen "entdeckt", vor allem mit dem zurückversetzten Schwiegel 2´.  

Da das Wetter in diesem Jahr bisher nicht sehr stabil war, musste ich die Zungenregister einmal mehr stimmen. Dies geht deutlich schneller als früher, da die Pfeifen jetzt wieder fest im Raster stehen und nicht mehr hin- und herwackeln oder sich drehen. Früher: ca. 100 Minuten, jetzt 60-70 Minuten. 

Von den beiden neuen 32´-Registern wird man schnell süchtig... Auch die Kontraposaune fügt sich hervorragend in den Gesamtklang ein, als wäre sie schon immer da gewesen.

Die Setzeranlage arbeitet absolut zuverlässig. Neben der größeren Speicherkapazität habe ich vor allem die Insert- und Deletefunktion zu schätzen gelernt, aber auch die beiden Pedalkombinationen, die auf meinen Wunsch hin eingebaut worden sind (finde ich für Improvisation genial).

Das erste Orgelkonzert besuchten übrigens über 300 ZuhörerInnen. Das hat mich natürlich sehr gefreut... Das zweite folgt demnächst.

Donnerstag, 12. April 2012

Trailer zum Orgelkonzert am 22. April 2012, 19.00 Uhr

Unser erstes Konzert nach der Orgelweihe steht bevor: 22. April 2012 um 19.00 Uhr ist es soweit. Auf vielfachen Wunsch unseres Publikums werde ich diesen Abend ausschließlich berühmten Orgelwerken widmen (Bach: Toccata d-Moll; Franck: Prélude, Varation et Fugue; Widor: drei Sätze aus der 5. Symphonie usw).


In Zukunft werde ich versuchen, zu jedem Konzert einen Trailer zu basteln, damit sich die potentiellen Zuhörer schon einmal informieren können, was gespielt wird. Und so sieht er aus / hört er sich an:

Mittwoch, 7. März 2012

Kirchenmusik Mariannhill startet wieder

Es geht weiter. Nach einer größeren Pause hier im Blog melde ich mich zurück. Die Konzertplanung für das Sommersemester 2012 ist abgeschlossen, die Homepages sind geschrieben, Programme größtenteils ausgearbeitet. Auf unserer Internetseite ist wie immer die aktuelle Übersicht abrufbar.

Unsere Leserschaft hat sich übrigens noch ausgeweitet, obwohl im Blog nichts los war. Ich habe überlegt, ob ich ihn einfach schließen soll. Nachdem das Publikum aber doch so groß ist, werde ich hier weiterhin Neuigkeiten rund um unsere Orgel publizieren.

Hier ein neues Bild, welches ich gestern von unserem Spieltisch gemacht habe:



Montag, 20. Februar 2012

Festschrift "Die Orgeln der Klosterkirche Mariannhill in Würzburg"

Pünktlich zur Weihe erschien diese Festschrift, in der beide Orgeln unserer Kirche beschrieben werden. Sie besteht aus zwanzig Seiten mit farbigen Abbildungen.

Sie ist am Schriftenstand unserer Kirche erhältlich (5 Euro) oder auch über unsere Homepage: http://www.kirchenmusik-mariannhill.de/kontakt (5 Euro zuzüglich 1,45 Euro Versand).

Sonntag, 19. Februar 2012

Orgelweihe

Samstag, 18. Februar um 17.00 Uhr war es soweit: Unsere Orgel wurde in einer feierlichen Vesper geweiht. Wir starteten den Gottesdienst mit einem Stück auf der Krypta-Orgel, die man in der Kirche bei geöffneter Krypta-Türe recht gut hören kann. Nach den einleitenden Worten durch P. Superior Siegfried ging´s auch gleich auf die Empore zur Segnung der Orgel.

 P. Siegfried spricht das Segensgebet.

 Danach besprengt er die Orgel mit Weihwasser und inzensiert sie mit Weihrauch. 

Nach dem ersten Spiel (Germani-Toccata) stimmte ich gleich die Gemeinde in das Lied "Du meine Seele, singe" ein - schließlich wurde die Orgel 1949 ja vor allem zur Führung des Gemeindegesanges gebaut. Nach der wunderbaren Homilie von P. Siegfried kamen neun kurze Improvisationen zur Beauftragung der Orgel. Anschließend der Psalm 150, der nicht fehlen durfte - natürlich in Alternatim-Praxis, wie es sich für die Mariannhiller Orgelvespern gehört. Nach den Fürbitten, dem Vater Unser (beides mit Orgel), nach der Oration und dem Segen war wieder die Gemeinde dran mit "Wie schön leuchtet der Morgenstern", auf den als Abschluss die berühmte Reger-Fuge aus der gleichnamigen Fantasie folgte.

Besonders hat es mich gefreut, beim Stehempfang viele der Orgelbauer, auch die, die schon vor Wochen wieder abgereist waren, wieder zu treffen. OBM Giovanni Crisostomo war natürlich bis zuletzt bei der Arbeit, Piero Sandri aus Neu-Ulm war dabei, vor allem aber auch die vier Südtiroler Orgelbauer, die extra angereist kamen: OBM Oswald Kaufmann, Oswald Daum, Christoph Libera und Julian Sagasser. 

Zwei ganz besondere Gäste waren:

OBM Paul Steinmeyer (rechts) und seine Gattin, die die Mariannhiller aus Oettingen eingeflogen hatten. OBM Paul Steinmeyer hatte die Firma Steinmeyer bis zur Übergabe an einen anderen Orgelbauer geleitet und war federführend bei der Renovierung (und Rettung!) unserer Orgel in den achtziger Jahren. Es ist immer wieder schön ihn zu treffen!

Im Kloster wurde nach dem Stehempfang noch tüchtig bis Mitternacht weitergefeiert. 

Die Kirche war übrigens voll besetzt und die Orgel klang einfach herrlich. Noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, sei es im Orgelbau oder als finanzielle Unterstützer, die dieses Projekt gelingen ließen! 

Dienstag, 14. Februar 2012

Koppelkontakte

Seit gestern ist OBM Giovanni Crisostomo dabei, die Kontakte unserer zehn Koppeln zu reinigen. Es geht dabei um mehr als 1000 Silber-Drähtchen. Sie waren sehr verschmutzt, so dass einige Koppeltöne nicht gerade zuverlässig funktionierten.

Ein Bild aus dem Jahre 2011: Die verschmutzten Kontakte der Koppelrelais.


Die Ursachen hierfür waren nicht die gleichen wie die Ursachen für die Verschmutzung der restlichen Orgel. Die Koppelrelais befinden sich nämlich relativ abgeschirmt im Spieltisch.

Vielmehr war der Auslöser eine gut gemeinte Orgelwartung in den neunziger Jahren durch einen rabiaten  Orgelbauer, der eigentlich ohne Anlass - damals funktionierten die Koppeln tadellos - auf die Relais Kontaktspray aufgesprüht hat. Seitdem machten einige Töne immer wieder Probleme. Das Kontaktspray hat zwar kurzfristig einen positiven Effekt, langfristig gesehen ergeben sich dann allerdings zwei Probleme: Zunächst verschwindet der gelöste Schmutz ja nicht einfach. Er wird mehr oder weniger nur auf dem Draht verschoben und/oder überbrückt. Der Schmutz selbst bleibt aber auf dem Kontakt. Zweitens zieht das eingetrocknete Spray den Schmutz eher an.

Die Koppelanlage. In der Mitte ist bereits ein ganzer "Kamm" ausgebaut.


So muss im Moment jedes einzelne Drähtchen in eine Spezialflüssigkeit für Silberdrähte getaucht werden - nur getaucht deshalb, damit die Silberdrähtchen keiner mechanischen Belastung ausgesetzt werden.

Und so sah die Reinigungsflüssigkeit nach dem Baden heute Abend aus:

Oben: Frische Flüssigkeit; Unten: Flüssigkeit mit dem Schmutz der letzten Jahrzehnte. Lecker...

Das Gegenstück zu den Kontaktkämmen: Hier ist noch ganz schön viel Schmutz zu sehen. Das gibt dann noch einmal Arbeit für einen ganzen Tag.